Katholische Hochschulgemeinde Kassel

Kunst und Liturgie IV: Mehtap Baydu - 40 Huri als Paradiesbelohnung

Kunst und Liturgie IV: Mehtap Baydu - 40 Huri als Paradiesbelohnung

Mehtap Baydu in der Bonifatiuskirche

40 Huri als Paradiesbelohnung“ heißt die Arbeit der türkischen Künstlerin

Mehtap Baydu ist Bildhauerin und Bildende Künstlerin. Sie stammt aus Ankara, Türkei und lebt derzeit in Kassel. Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) hat sie gebeten, ihre Installation „40 Huri als Paradiesbelohnung“ in die Eucharistiefeier am Sonntag, den 20. Juni, um 19.00 Uhr in der St. Bonifatiuskirche einzubringen. 40 Huri meint übersetzt 40 Jungfrauen.

„Wir erleben es als einen Akt des Vertrauens, dass Mehtap Baydu als türkische Muslima den katholischen Gottesdienst mit einer Arbeit bereichert, die der türkisch-muslimischen Kultur und Religion entstammt“, sagt Wolfgang Spiegel, Leiter der KHG. „Wir sind überzeugt, dass ihr Kunstwerk wichtige Hinweise geben kann, wenn wir Katholiken im Rahmen des Gottesdienstes unseren Glauben reflektieren.“ „Und dass Imam Sevket Simsek und sein Mitarbeiter Feridun Kahraman von der Zentrum Moschee Kassel als Gäste anwesend sein werden“, hebt Damian Harmata, Sprecher der KHG, hervor, „bedeutet uns außerordentlich viel.“ Beide werden sich zusammen mit der Künstlerin nach dem Gottesdienst an dem traditionellen Kulturschoppen beteiligen. Pfarrer Peter Göb aus Vellmar, der die KHG als Priester begleitet, wird die sonntägliche Messfeier zelebrieren.

Kunst und Liturgie II: Arthur Niestroj - Bergtau

Kunst und Kirche in sensibler Begegnung

Arthur Niestroj zeigt eine Arbeit während der Sonntagsmesse

 

Wenn ein Künstler wie Arthur Niestroj, Kassel, eine Arbeit nicht nur in einem sakralen Raum sondern auch noch während einer Sonntagsmesse zeigt, wie am kommenden Sonntag, um 19.00 Uhr in der St. Bonifatiuskirche, dann ist das immer noch etwas ganz Besonderes. Zu lange haben sich Kirche und Kunst kritisch bis ablehnen gegenübergestanden.

 

„Es ist erstaunlich und fordert Respekt, wie offen sich Künstler zeigen, wenn wir als Kirche auf sie zu gehen, um sie zu einem neuen Dialog einzuladen“, sagt Pastoralreferent Wolfgang Spiegel, Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde. „Ich vermute, es liegt daran, dass vieler der Künstler, selbst wenn sie sich selbst als nicht-kirchlich empfinden, religiöse Motive aufgreifen oder zentrale menschliche Erfahrungen thematisieren. Viele Betrachter setzen diese Arbeiten spontan in Beziehung zu ihren eigenen Erfahrungen und religiösen Vorstellungen. Eine ganz offene Dialogsituation entsteht. Von vornherein ist klar, hier geschieht sensible Begegnung ohne jeglichen Impuls, einander zu vereinnahmen. Aber,“ so meint Spiegel weiter, “ein Quantum Mut und gegenseitiges Vertrauen gehören schon dazu.“ So auch für Arthur Niestroj, der sich dem Thema „Liebe“ zuwendet, das zugleich auch Semesterthema der KHG ist.

 

Nicht vergessen aber überwunden erscheint die Zeit seit der Aufklärung, als Künstler begannen, die Kirche bei vielen ihrer Vollzüge infrage zu stellen. Die Kirche fühlte sich unangemessen angegriffen und reagierte mit Verteufelung der Kunst. Eine viele Jahrhunderte gewachsene Beziehung von Kunst und Kirche kam in die Krise. Was blieb war eine Art kirchliche Binnenkunst. Papst Johannes Paul II. wollte diesen stockenden Dialog von Kunst und Kirche wieder neu in Gang setzen und schrieb 1999 einen Brief an die Künstler. Damit wurde leichter, um was sich die Katholische Hochschulgemeinde seit drei Jahren bemüht: Kunst und kirchliche Liturgie kommen zu einer spannungsreichen aber außerordentlich fruchtbaren Beziehung.

 

Während des Gottesdienstes wird die Sopranistin Manuela Reich, begleitet von Ayako Ito am Klavier, Stücke von Fauré, Schubert u. a. vortragen. Nach dem Gottesdienst lädt die KHG zum traditionellen Kulturschoppen ein.

 

Zeitreise I: Rundgang zu Denkmälern für Opfer des Nationalsozialismus in Kassel

Zeitreise I: Rundgang zu Denkmälern für Opfer des Nationalsozialismus in Kassel - Mahnmal „Die Rampe“ von E. R. Nele in Kassel

Mahnmal „Die Rampe“ von E. R. Nele in Kassel

E.R. Nele wurde am 17. März 1932 in Berlin geboren und ist die Tochter von Marie-Louise (1908-1989) und Arnold Bode (1900-1977), dem Begründer der documenta. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie im stark kriegszerstörten Kassel.


Stadtrundgang am 4. Mai mit Dr. Gunnar Richter

Zu einem Stadtrundgang zu Denkmälern für die Opfer des Nationalsozialismus in Kassel lädt die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) für Dienstag, 4. Mai, 14.30 Uhr ein. Unter der Leitung von Dr. Gunnar Richter, Mitbegründer und Leiter der Gedenkstätte Breitenau, beginnt der etwa zweistündige Rundgang vor der Murhardschen und Landesbibliothek, Brüder-Grimm-Platz 4.

Denkmäler für die Opfer des Nationalsozialismus spiegeln in vielfältiger Weise Aspekte der Erinnerungskultur und Fragen des Umgangs mit der NS-Vergangenheit wider. Sie sind nicht nur künstlerische Zeugnisse zur Erinnerung an die Verfolgten, sondern in hohem Maße auch Ausdruck der jeweiligen Zeit, in der sie gesetzt wurden. Gunnar Richter wird auf dem Rundgang am Beispiel von sieben Mahnmalen einen chronologischen Überblick über Denkmäler für die NS-Opfer in Kassel vom Beginn der 1950er Jahre bis in die Gegenwart geben und dabei auf die genannten Aspekte eingehen. Den Abschluss bildet der von dem international bekannten Künstler Horst Hoheisel gestaltete „Aschrottbrunnen“ vor dem Kasseler Rathaus.

Der Rundgang ist die erste von drei Zeitreisen, die die KHG im Sommersemester anbietet. „Diese Zeitreisen sind selbstverständlich für alle Interessierten offen,“ sagt KHG-Leiter Wolfgang Spiegel. „Ganz besonders aber haben wir an die ausländischen Studierenden und Gäste der Universität gedacht.“ Eine Fahrt mit der Dampfeisenbahn Hessencourier nach Naumburg und eine Wanderung zur Sababurg, begleitet von Märchen der Brüder Grimm, stehen noch auf dem Programm.

Kunst und Liturgie I: Andrea Froneck-Kramer - Am Rand

Kunst und Liturgie I: Andrea Froneck-Kramer - Am Rand

Andrea Froneck-Kramer, Homberg/EfzeAm Rand 

Ihr Foto-Panorama „Am Rand“, das in Korrespondenz mit dem Kreuzweg der verstorbenen Künstlerin Erna Maria Wiegand installiert wurde, begleitet die Kirchenbesucher seit Aschermittwoch. Während des Gottesdienstes werden sich die Künstlerin und Personen aus der Bonifatiusgemeinde und der KHG persönlich zu ihren Erfahrungen mit dieser künstlerischen Arbeit im sakralen Raum und in der Liturgie einlassen.

Als Thema des Gottesdienstes wählte Zelebrant Pfr. Thomas Meyer den Beginn eines Liedtextes „Du gabst mir Augen,...“  Die Messfeier wird musikalisch von Cristiano und Gabriel Fischer und Rafael Rodriguez da Silva (alle aus Brasilien) mitgestaltet. Sie singen und spielen Sambas mit österlichen Texten und Inhalten.


Die sonntägliche Eucharistie feiern wir, zusammen mit Menschen aus den Kasseler Pfarrgemeinden, am

Sonntag, 25. April, um 19:00 Uhr

wieder in der Kirche ´St. Bonifatius´ (Ihringshäuser Straße 3, Straßenbahn- haltestelle ´Weserspitze´)!

Im Anschluss lädt die KHG wie gewohnt zum Kulturschoppen mit der Künstlerin im benachbarten Gemeindehaus ein.

Festlicher Einzug + Party:

Flyer: ´Festlicher Einzug + Party´

Kunst und Liturgie I: Norbert Radermacher - Verdeckte Bilder

Plakat ´Kunst und Liturgie I: Norbert Radermacher - Verdeckte Bilder´

Norbert Radermacher, Berlin: Verdeckte Bilder - zwischen schwarzem Quadrat und Ornament. Worte stehen im Raum - bereit, sich in den Köpfen der Zuhörer zu Bildern zu wandeln.

Die sonntägliche Eucharistie feiern wir, zusammen mit Menschen aus den Kasseler Pfarrgemeinden, am

Sonntag, 1. November, um 19:00 Uhr

wieder in der Kirche ´St. Bonifatius´ (Ihringshäuser Straße 3, Straßenbahn- haltestelle ´Weserspitze´)!

Zeitreise II: Fahrt nach Wanfried

Plakat ´Zeitreise II: Fahrt nach Wanfried´

1989 - 2009: Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung werden wir durch die Zeit an die innerdeutsche Grenze zum "Dokumentationszentrum zur deut- schen Nachkriegsgeschichte" in Wanfried reisen.

Ausserdem werden wir die Wanfrieder Altstadt besichtigen und machen einen Abstecher zur Wallfahrtskirche "Klüschen Hagis" im Eichsfeld!


Weitere Infos zum Dokumentations- zentrum in Wanfried und zur Wieder- vereinigung unter:

 

de.wikipedia.org/wiki/Wanfried 

 

www.nachkriegsmuseen.de/grenze.html 

 

Unsere Zeitreise findet am Sa., 6. Juni von 9:00 bis 18:00 Uhr statt!

Anmeldung telefonisch bei Pastoralreferent Wolfgang Spiegel (0170-5786118) oder per E-Mail unter folgender Adresse:

 antoniahaertel@web.de

Kunstfahrt II: Kunst-Station Sankt Peter Köln

Plakat ´Kunstfahrt II: Kunst-Station Sankt Peter Köln´

In der Jesuitenkirche Sankt Peter in Köln wird seit mehr als 20 Jahren ein intensiver Austausch mit Bildender Kunst, Musik und Literatur gepflegt. Dies geht zurück auf Friedhelm Mennekes, der dort 1987 die Kunst-Station Sankt Peter  als Zentrum für zeitgenössische Kunst gründete.


Weitere Infos zu Sankt Peter unter
www.sankt-peter-koeln.de.



Am Sa., 30.Mai von 8:30 bis 22:00 Uhr fahren wir zur Besichtigung dorthin.

Anmeldung telefon. bei Pastoralreferent Wolfgang Spiegel (0170-5786118) oder per E-Mail unter folgender Adresse:

 sekretariat@khg-kassel.bistum-fulda.de

Zeitreise I: Fahrt zum Edersee

Plakat ´Zeitreise I: Fahrt zum Edersee´

Der Eder-Stausee steht für die Elektrifizierung Deutschlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts, für Krieg und Bombardierung in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts sowie für Tourismus und Naherholung bis heute. Der See hat Geschichte in Nordhessen geschrieben.

 

Nun beamt sich die Katholische Hochschulgemeinde per Reisebus in die unterschiedlichen historischen Etappen des Sees und besichtigt das Kraftwerk samt Staudamm, genießt den See bei einer Wanderung, einem Picknick am Strand und einer Bootsfahrt sowie den genialen Ausblick vom Schloss Waldeck. Am Samstag, 16.Mai von 10 bis 20:00 Uhr.

 

Weitere „Zeitreisen“ sind zum Grenzlandmuseum in Wanfried (am 6. Juni) und in die Gefängnis- und Kriminalgeschichte Kassels (am 20. Juni) geplant. Auf diese Weise lässt sich Kassel und Umgebung auf angenehme Weise entdecken. Infos unter www.khg-kassel.de oder Pastoralreferent Wolfgang Spiegel (Tel. 0170-5786118).

Kunst im Gottesdienst

Plakat ´Kunst im Gottesdienst - Daily Soap´

Kunst im Gottesdienst:

Daily Soap


Hühner, Hahn und Kücken – jeden Tag fotografiert – vieles erinnert an Menschenfamilien, Wohngemeinschaften oder Arbeitsgruppen: die eigene - ach so belanglos empfundene - Daily Soap kann sich bei genauem Hinsehen als überraschend, bewegend und bereichernd erweisen. Bewahren Sie sich also im täglichen Einerlei Ihren Blick für das Gute und Wertvolle.

Das Video „Daily Soap“ zeigt die Künstlerin Andrea Froneck-Kramer am Sonntag, 26.04.2009, um 19.00 Uhr während des Gottesdienstes in der Kirche „St. Bonifatius“, Ihringshäuser Str.3 !

Gruß zum Sommersemester

Liebe Studierende, liebe Hochschulangehörige,

Zum Schuhtausch fordert Methap Baydu, Künstlerin aus Kassel, auf. Schuhe gelten ihr als Symbol menschlicher Individualität ...

Musikalische Früherziehung